Länderübergreifendes Arbeitnehmertreffen

Auf Einladung des Berlin/Brandenburger Landesverbandes trafen sich am 14/15.09.2012 Vertreter der Liberalen Arbeitnehmer (LAN) mit Ihren Kollegen aus Baden-Württemberg und Sachsen in Berlin. Das anstehende Programm war sehr umfangreich und endete am 14.09.2012 auch erst am späten Abend. Der erste Termin war eine kontroverse Debatte mit Herrn Dr. Heinrich Kolb MdB, die Bewertung der Forderungen nach einer Lohnuntergrenze, die Rentenpolitik und die allgemeine Arbeitnehmerpolitik, der viel Unmut bei den Teilnehmern erzeugte. Wir fordern weiterhin „Leistung muss sich lohnen“, allerdings muss dies für alle sozialen Schichten gelten. Die FDP versprach eine Politik für´s ganze Volk, nichts anderes fordern wir ein.

Ganz anders die Gesprächsrunde mit Pascal Kober MdB. Er hatte nicht nur Verständnis für unsere Forderungen, sondern würde sie auch in der Tagespolitik umsetzen. Er hat uns natürlich auch sensibilisiert, dass sich die Freien Demokraten durch die allgemeine Stimmungslage „getrieben“ fühlen. Alle sind sich einig, eine weitere Zusammenarbeit mit Herrn Kober muss forciert werden!

Am späten Nachmittag gab es eine Diskussionsrunde mit Frau Fuchs, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Freien Demokratischen Partei. Viele Arbeitnehmervertreter ließen ihren Unmut freien Lauf. Frau Fuchs musste sich viele kritische Töne gefallen lassen, vor allem weil wir fordern, dass wir Vorfeldorganisationen mehr Mitsprache bekommen, um nicht im Wirrwarr der allgemeinen Parteidiskussionen in der Versenkung zu verschwinden. Zum Abschluss der Runde zeigte Frau Fuchs Verständnis für die teilweise „harten“ Worte und versprach, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Am späten Abend gab es dann noch einen Besuchstermin im Deutschen Bundestag. Für viele war es der erste Besuch im Plenarsaal und auf der Kuppel des Reichstages. Berlin bei Nacht, mal eine andere Sicht auf unsere Hauptstadt.

Am Samstag (15.09.2012) wurde der Workshop mit unserem Speziallisten für Arbeits- und Sozialpolitik Thomas Kovacs fortgesetzt. Er erklärte uns eine FDP Initiative, ohne persönliche Wertung, die Erhöhung des Minijobs von 400,00 €, auf 450,00 € einzuführen. Es wurde schon kontrovers diskutiert. Die Befürchtung der Mehrheit der Teilnehmer war, dass der Arbeitsmarkt der Vollbeschäftigung unterlaufen werden soll. Es wurde auch der Behauptung der Fachpolitiker der FDP widersprochen, dass die Minijobs mehrheitlich rein auf freiwilliger Basis angenommen werden. Viele Menschen, vor allem in den neuen Ländern bekommen leider keine Vollbeschäftigung. Eher waren die Arbeitnehmervertreter der Meinung, dass auch bei Minijobs Abgaben in die Rentenkasse abgeführt werden sollten, um rentenanwartschaften für die Beschäftigten zu erwirtschaften. Am Ende der entfachten Diskussion wurde sich verständigt, dass über das Thema in den Landesverbänden weiter diskutiert werden soll und noch bis zum Ende eine Meinung gebildet werden soll.

In Auswertung des Zwei–Tages–Workshops sind sich die Teilnehmer einig, dass wir nur politische Änderungen für unser Klientel erreichen, wenn wir viele Menschen für unsere Politik erreichen können. Dazu sollen die Aktivitäten, auch im Faecbook, wieder verstärkt werden. Zuletzt wurde dem Organisator des Wochenendes, Martin Lebrenz, gedankt.

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