Klausur der Liberalen Arbeitnehmer Sachsen in Markersbach

Vom 10.01 – 12.01.2014 führte die sächsische Vorfeldorganisation ihre jährliche Klausur im erzgebirgischen Markersbach durch. Begrüßt wurden die Teilnehmer auch vom ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Seiffen, Heinz Seidler. Der seinen Heimatort und die Region mit viel Herzblut den LAN Mitgliedern nahe brachte. Es entstand ein interessanter Dialog unter den Teilnehmern.

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Der Samstag begann mit einem Paukenschlag, den unsere Berlinexperten, Thomas Kovacs und Martin Lebrenz bewerteten den schwarz/roten Koalitionsvertrag. Schnell war allem klar, dass beide Volksparteien nicht das Volk in den Mittelpunkt Ihrer Überlegungen gestellt haben. Die Bürger werden um die Entlastung des Rentenbeitrages betrogen, obwohl es im Sozialgesetzbuch VI § 158 festgeschrieben ist. Eine Mogelpackung der Sonderklasse wird konstruiert, nur um Steuergeschenke bezahlen zu können. Man kann sich noch so sehr die Augen reiben, auch die kalte Progression an in der neuen Regierung Konjunktur. Einfacher gesagt, Enteignung in besonders menschenverachtende Art !

Auch beim folgenden Thema Energiewende – EEG Umlage lässt die Regierung volksnähe vermissen. Georg Menzer, der sich diesem Thema annahm, lies auch an der FDP, beim Thema Atomausstieg, kein gutes Haar. Alles überstürzt, handwerklich mangelhaft und alles nur auf Kosten des Steuerzahlers. Es gab dann auch reichlich Diskussionsstoff, den Georg Menzer ging auch auf das Einmaleins der Energieerzeugung ein. Das Thema wird die Menschen in unserem Land noch lange bewegen, denn wir alle sind die Zahlmeister der Zukunft.

Am Nachmittag wurde das bekannte Pumpspeicherwerk Markersbach besucht. Das Interesse an dieser technischen Meisterleistung brachte den ganzen Tagesablauf ins wanken. Mit fast zwei Stunden Verspätung wurde das Programm fortgesetzt.

In einer Diskussionsrunde stellte sich Dietmar Polster, Landesvorsitzender der Eisenbahner Gewerkschaft und Joachim Brockpähler Regionalvorstandsmitglied der Christlichen Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst. Beide brachten uns ihre politischen Schwerpunkte sehr anschaulich nah. In der gemeinsamen Gesprächsrunde wurden auch viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Vordergründig wurde von allen betont, dass es um eine weitere positive Entwicklung zwischen AG und AN geben muss. Alte Schemen (Proletarier/ Kapitalist) gehören der Vergangenheit an.

Der Sonntag war der Bildung vorbehalten. Ines Pfundt moderierte die Diskussion. Eine Mehrheit der Teilnehmer möchte mehr Ganztagsschulen. In der Diskussion war sich aber einig, dass die Wahlfreiheit des Schulsystems im Vordergrund stehen muss. Es ab auch Stimmen die die Länderhoheit für „altbacken“ ansehen, denn jedes Kind welches in ein anderes Bundesland wechselt, wird mit verschiedenen Bildungssystemen konfrontiert. Schon im Bundesland Sachsen haben Schulwechsel ihre eigenen Probleme. Andere Lehrpläne und verschiedene Schulbücher sind da nur ein Argument. Kritisch wurde auch angemerkt, dass Lehrer aus Furcht vor persönlichen Problemen, eine zu milde Zensierung anwenden. Bildung ist ein hohes gut und das benötigt einen entsprechenden Schutz. Ein entsprechendes Ergebnispapier soll dem Landesvorstand der FDP Sachsen zugeleitet werden und auf dem Landesparteitag entsprechend verteidigt werden.

Im Anschluss wurden die Schwerpunkte für das kommende Jahr festgelegt. Die Themen Lohnuntergrenzen, kalte Progression, Renten- und Behindertenpolitik sollen die Schwerpunkte bilden. Der Vorsitzende, Wolfgang Lesch forderte auch alle Teilnehmer auf, sich bei der Kommunalwahl als Kandidaten zur Verfügung zu stellen. Wir können nicht erwarten, dass andere unsere Probleme lösen. Auch bei anstehenden Parteitagen, sowie am ersten Mai muss Flagge zeigen.

Zum Abschluss wurde die Klausur von den Teilnehmern bewertet. Sie bekam durchweg gute Noten und alle freuen sich schon auf die kommende Klausur in einem Jahr in Seiffen.

Nachlese der Klausur aus Sicht von Heiko Willer

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