FDP legt bei Gewerkschaftsmitgliedern um über 50% zu
Laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen unter Gewerkschaftsmitgliedern hat die FDP bei der Gruppe der organisierten Beschäftigten gegenüber der letzten Bundestagswahl um über 50% zugelegt. Sie kommt jetzt auf 9,2% (2005: 5,6%).
Stärkste Partei bleibt die SPD (33,5%), welche gegenüber 2005 (47,2%) einen Verlust von mehr als einem Viertel zu beklagen hat. Neben der FDP profitieren auch die anderen ehemaligen Oppositionsparteien von den Verlusten der ehemaligen Volkspartei. Die Linke kommt auf 17,1% (2005: 11,9%), die Grünen legen um 1,5 auf nunmehr 9,9% zu. Die CDU gewinnt ebenfalls leicht (2,9%) und ist mit 25% weiterhin zweitstärkste Kraft.
Insgesamt versammelt das bürgerliche Lager damit mehr als ein Drittel der befragten Gewerkschaftsmitglieder hinter sich. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass liberale Politik zugleich als arbeitnehmerfreundlich eingeschätzt wird. Der Wähleranteil für die linken Parteien unter den Gewerkschaftern ist hingegen deutlich unter die Zweidrittel-Marke gesunken.
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