LAN fordern Ver.di zu Maßhaltung im Tarifkonflikt auf – Gehaltsentwicklung im produzierenden Gewerbe als Maßstab nehmen
Der Vorsitzende der Liberalen Arbeitnehmer Sachsen e. V, Wolfgang Lesch, hat in einem Zeitungsinterview für den „Netzwerker“ die Gewerkschaft Ver.di scharf angegriffen. Lesch fordert von Ver.di eine Abkehr ihrer Lohnpolitik für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes. „Fünf Prozent mehr Lohn sind nicht der berühmte Schluck aus der Pulle sondern der Tropfen, der das Ausgabenfass zum Überlaufen bringt“, kritisiert Lesch. „Die Gewerkschaft hat bis heute nicht begriffen, dass das, was im Öffentlichen Dienst (um-)verteilt wird, erst erwirtschaftet werden muss. Herr Bsirske täte gut daran, sich zu mäßigen und auf die geplanten Warnstreiks zu verzichten“, so Lesch weiter.
Die LAN haben ein eigenes Positionspapier erarbeitet, in dem die Leitlinien liberaler Tarifpolitik skizziert werden. Unter anderem fordert das Papier, die Lohnentwicklung des Öffentlichen Dienstes an die des produzierenden Gewerbes zu koppeln. Damit könnten laut Lesch die finanziellen Belastungen für die Steuerzahler, Länder und Kommunen abgemildert werden.
In einem zweiten Schritt soll die in den vergangenen Jahren in Schieflage geratene Lohnentwicklung zwischen Privatwirtschaft und Öffentlichem Dienst schrittweise behoben werden. Dies könnte, wo finanziell vertretbar, durch Prämienzahlungen in den Unternehmen geschehen.
Abschließend fordert der Verein die mittelfristige Angleichung der Löhne zwischen neuen und alten Ländern. „Die in den vergangenen zehn Jahren eingeleitete angebotsorientierte Politik hat nicht die erhofften Ergebnisse gebracht. Sie mag die Wettbewerbsposition der Unternehmen verbessert haben. Die Situation der fast 1,4 Millionen Steuerzahler in Sachsen, die zum Teil noch immer 30% weniger verdienen als ihre Kollegen im Westen, hat sie geschwächt. Hier muss dringend nachgebessert werden“, so der Vorsitzende abschließend.
Schreibe einen Kommentar