Tariffreiheit stärkt betriebliche Mitbestimmung

Liberale Arbeitnehmer gegen Tarifeinheit per Gesetz

Die Liberalen Arbeitnehmer Sachsen begrüßen die Einigung der Senate des Bundesarbeitsgerichtes zur Aufhebung der Tarifeinheit in den Betrieben. Bislang galt das Prinzip „Ein Betrieb, ein Tarifvertrag“, was besonders die großen Gewerkschaften wie ver.di gestärkt hatte.

„Wir hoffen, dass das Bundesarbeitsgericht den Weg für die Tariffreiheit am 7. Juli rechtlich untermauert. Die Entscheidung ist ein guter Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die folgerichtige Reaktion auf die seit Jahren schwindende Integrationskraft der im DGB organisierten Gewerkschaften. Ich bin überzeugt, dass durch den nun entstehenden Wettbewerb unter den Gewerkschaften die Interessen der Beschäftigten wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Damit wird die betriebliche Mitbestimmung deutlich aufgewertet“, formuliert der Vorsitzende des LAN-Landesverbandes Sachsen, Wolfgang Lesch, die Position des Vereins.

Anders als der DGB und die Arbeitgeberverbände erwarten die Liberalen Arbeitnehmer keinen tarifpolitischen Flickenteppich und eine Ausweitung betrieblicher Streiks. „Die in Deutschland bestehenden Anforderungen zur Gründung einer Gewerkschaft und deren Einbindung in die betrieblichen Strukturen in Deutschland sind mit Augenmaß gesetzt worden. Die Beschäftigten werden verantwortungsvoll mit ihren neuen Möglichkeiten umgehen. Entsprechend erwarte ich auch keine negativen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern in den Betrieben. Die Forderungen des Gewerkschaftsbundes und der Arbeitgeberverbände nach einer gesetzlich festgelegten Tarifeinheit sind verfrüht und in der Sache überzogen. Die Gewerkschaften des DGB, insbesondere ver.di, sind aufgerufen, mit neuen und attraktiven Angeboten neue Mitglieder für sich zu werben. Für die Bundesregierung besteht derzeit kein Handlungsbedarf.“

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